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Erinnerungen an die DB Teil 11
Kurz nach Inkrafttreten des neuen DB-Sommerfahrplans im Mai 1954 legte der zum ersten Mal eingesetzte "Kopenhagen-Express" die Strecke Hamburg - Kopenhagen in sieben Stunden und vier Minuten zurück. Wie sechs weitere internationale Züge legte auch der Dt 141/142 "København-Express" die 71 Kilometer lange Ostsee-Fährverbindung Großenbrode - Gjedser an Bord der Fährschiffe "Deutschland" und "Danmark" zurück. Hier fährt der erste Zug, ein VT 12.5, von Bord des Fährschiffs "Deutschland".
Obwohl die Schweizer Bundesbahnen 1954 fast zu hundert Prozent elektrisch betrieben wurden, gab es doch noch Strecken, die mit Dampflokomotiven befahren wurden. Da eine Elektrifizierung dieser Linien Anfang der Fünfziger nicht in Frage kam, setzte die Schweizer Bundesbahn die 1953 von Kohle- auf Ölfeuerung umgebaute Dampflok C 5/6 ein. Die Lok besaß im Tender einen 4.000 Liter fassenden Öltank. Damals hoffte die Schweiz, dass sich auch das Ausland für diese schweizerische Neuerung interessieren würde. Abgebildet ist die C 5/6 2976 bei einer Präsentation am 28. Januar 1954.
Zur Überprüfung des Triebwagens VT 08.5, der auf der Strecke Köln - Düsseldorf - Hamburg zum Einsatz kam, wurde 1954 im Bw Frankfurt-Griesheim der Unterbau mit Motor vom Oberbau getrennt.
Im Frühjahr 1955 fährt ein VT 08.5 über die Stuttgarter Rosensteinbrücke.
Der neue Aussichtstriebwagen "Bellevue" mit 44 Sitzplätzen, einer Bar, Radio und anderen Bequemlichkeiten wurde im Juli 1948 von der italienischen Staatsbahn in Dienst gestellt. Mit zwei Dieselmotoren erreichte der Luxuswagen eine Geschwindigkeit von 130 km/h. Der ALtn 444.3001 entstand 1948 durch Umbau aus einem 1940 gebauten ALn 772.3240.
Im Jahre 1947 fuhr der Ausstellungszug "Freedom Train" durch die USA. Das Bild zeigt die Besichtigung des Zuges am 23. September 1947 durch hohe Staatsbeamte der USA, bevor er seine Reise antrat. Der Zug wurde von einer ALCO PA gezogen, die auf den Namen "Spirit of 1776" getauft wurde (In diesem Jahre erfolgte die Unabhängigkeitserklärung der USA). Irving Berlin komponierte eigens aus diesem Anlass den Song "Freedom Train", der von Bing Crosby und den Andrew Sisters aufgenommen wurde.
Für Englands ersten "Düsenexpress" wurde am 2. November 1949 eine in der Schweiz von Brown Bovery in Baden und von den Schweizer Lokomotivwerken in Winterthur gebaute "Düsenlokomotive" vorgestellt. Die Lok wog 117 Tonnen und sollte großen Fernzügen eine Geschwindigkeit von 150 km/h verleihen. Eine eingebaute Gasturbine speiste starke Elektromotoren, die wiederum die Räder antrieben. Am 02. November 1949 wurde die Gasturbinenlok 18000 der Öffentlichkeit präsentiert.
1950 ließ die Deutsche Bundesbahn für den Eilzugeinsatz die 22,5 m langen Doppelstockprobewagen DBC 4üpwe-50, DC 4üpwe-50, DCR 4üpwe-50 bauen, 1951 folgten die 26,4 m langen DBC 4ymg-51, DC 4ymg-51, DCR 4üpwe-51. Diese Wagen dienten auch als Versuchsträger für die damals neuen Minden-Deutz-Drehgestelle und die Gummiwulst-Übergänge. Die längere Ausführung diente zudem der Erprobung der neuartigen zweiteiligen Übersetzfenster.
Die jeweils gegenüberliegenden "Wanisch"-Sitze konnten auf Rollen aneinander geschoben und zu einer Liegestatt umgewandelt werden.
Der Aufgang zum Oberdeck
Ein Blick in den Speiseraum, der im 3.Stock des neuen Wagens untergebracht war.
Hier ein 22,5 m langer Wagen auf der Fahrt von Dortmund nach Frankfurt a.M.; die einteiligen Versuchfenster bewährten sich wegen Undichtigkeit nicht.
Jeder Fahrgast der Bundesbahn konnte, und das war wieder ein neuer freundlicher Kundendienst der Deutschen Bundesbahn im Jahre 1950, Telegramme beim Zugschaffner aufgeben, nach den amtlichen Tarifen bezahlen und war so sicher, dass sein Telegramm auf schnellstem Wege den Adressaten erreichte. Der Schaffner gab dieses Telegramm bei der nächsten Station dem "Bahnhofsvorsteher" bzw. dem Fahrdienstleiter, der dann das Telegramm über die "BASA" an die Deutsche Post weiterleitete. Von 1947 bis 1950 trug die Deutsche Bundespost den Namen Deutsche Post.
Diese Aufnahme ist am 25. April 1957 anlässlich eines Besuches österreichischer Journalisten in Hamburg entstanden. Acht Tage waren 14 Chefredakteure und Redakteure von Wiener Tageszeitungen, Zeitschriften, des österreichischen Fernsehens, des Rundfunks und der Wochenschau gegeben, die Hansestadt Hamburg und ihre Umgebung kennen zu lernen. Am 22. April waren die Gäste aus Österreich in der Hansestadt eingetroffen. Auf ihrem Besichtigungsprogramm standen Stadt und Hafen, eine Fahrt in die Lüneburger Heide, an die Zonengrenze und eine Stippvisite in Lübeck. Auf dem Bahnhof Hamburg-Altona besichtigten die Journalisten die modernste Diesellok Typ "V 200" der Deutschen Bundesbahn.
Der von der BLS-Lok 253 geführte Schnellzug "Mailand - Brig - Bern" war am 7. Januar 1958 auf der Südrampe des Lötschbergs zwischen Brig und Lalden in dichtem Schneegestöber auf abgestürzte Felsblöcke aufgefahren, wobei die Lokomotive und der Postwagen aus dem Gleis geworfen wurden und über die Böschung hinunter stürzten. Auch die beiden ersten Personenwagen entgleisten. Einige Zugbedienstete erlitten leichtere Verletzungen, Reisende kamen nicht zu Schaden.
Das größte und modernste Gleisbildstellwerk der Bundesbahn (Bauform Dr I) wurde 1950 im Wiesbadener Hauptbahnhof in Betrieb genommen. Von zwei Tischen aus, auf denen der gesamte Gleisplan des Bahnhofs dargestellt war, wurden die Signale und Weichen mit Tastknöpfen bedient und führte damit zu einer wesentlichen Verbesserung gegenüber dem alten Hebelstellwerk. Weiße Leuchtstreifen zeigten eingestellte Fahrstraßen an, rot bedeutete besetzt, nicht beleuchtete Gleise waren frei. Die Einrichtung des Stellwerks erforderte eine Bauzeit von fast zwei Jahren; 4600 Relais mussten installiert werden und 52 Kilometer Kabel wurden verlegt.
Dieser am 3. März 1952 vorgestellte neue Triebwagen war der erste einer geplanten Serie von 13 Triebwagen der Reihe A 1-A 14, die Italien als Entschädigung für Kriegsschäden an Griechenland lieferte. Die Mittel dazu stammten teilweise aus dem ERP-Fond (European Recovery Program - Europäisches Wiederaufbauprogramm). Der wie ein Autobus gebaute Wagen hatte eine Länge von 21 Metern, war mit 69 Sitzplätzen und einer modernen Bar ausgestattet, und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 75 km/h. Gebaut wurde der Wagen in den Breda-Werken in Turin, die Überführung des Zuges wurde auf dem Landwege über Jugoslawien vorgenommen.
Ab dem 15. Juli 1954 lief der Interzonenverkehr der Bundesbahn und der Reichsbahn "verdoppelt". Ab diesem Datum verkehrten auch die Mitropa-Wagen der Reichsbahn im Bundesgebiet, wie auch die Speisewagen der DSG in die Sowjetzone fuhren. Für eine Flasche "Sowjet-Champagner" oder eine Flasche Sowjet-Weinbrand, 5-Stern, hatte der Reisende DM 15.- zu entrichten. Eine Tasse Kaffee kostete 75 Pfennig, ein Gedeck mit Suppe, Hauptgericht und Nachspeise DM 4,50.
Bei der Bezahlung der Rechnung am 16. Juli 1954 war die Vorlage des Personalausweises erforderlich. Von ihm hing es ab, ob die Bezahlung in Ost- oder in Westmark erfolgen musste.
Mit einem Frachtschiff gingen am 26. August 1962 ab Bremen fünf kleine Loks mit großer Leistung auf die Reise nach Port Sudan. Die von der Maschinenfabrik Christoph Schöttler GmbH (Schöma), Diepholz, gebauten Fahrzeuge hatten eine Leistung von 80 bzw. 100 PS.
Die Bludenzer Dampfschneeschleuder ÖBB 986.103 mit Elektronachschubkraft ist am 10. Februar 1952 im Einsatz.
1950 hatte die Bundesbahn auf den Hauptverkehrslinien verstärkte Zugkontrollen eingesetzt, die den Verkehrsstrom der Reisenden erforschen sollte. Neben dem Zugschaffner notierten zwei zusätzliche Bahnbeamte Abreise und Zielorte jeder einzelnen Fahrkarte. Hierdurch sollte ermittelt werden, ob manche Strecke eine neue Zugbildung erforderte, d.h., ob der Zug auf einer Zwischenstation halten sollte oder ob in einer stark bereisten Gegend ein besonderer Kurswagen notwendig war. Die Ergebnisse dieser Verkehrsstromüberwachung hatten sich auf die Gestaltung des Herbstfahrplans ausgewirkt. Die Bundesbahn war damals trotz der angespannten Finanzlage bemüht, zur Bequemlichkeit der Reisenden eine zweckentsprechende Zugbildung und günstige Anschlusszüge in die Hauptreisegegenden zu schaffen. Das Foto zeigt die Kontrolleure am 25. Juli 1950.
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