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Erinnerungen an die DB Teil 3
"Willst du sicher reisen, nimm die Bahn aus Eisen" sagten sich viele Autofahrer, die sicher vom hohen Norden in den tiefen Süden gelangen wollten. Durch die Verladung des Autos in einen der neuen Autoreisezüge ersparte man sich die lange, ermüdende Anfahrt zu den Urlaubszielen in Oberbayern, Österreich, Italien und der Schweiz. Die Autoreisezüge, die hauptsächlich von durchreisenden Skandinaviern gern genutzt wurden, verkehrten zwischen Hamburg, Grossenbrode, Mülheim (Ruhr) und Ostende und München bzw. Chiasso (Schweiz). Das Foto zeigt die Ankunft des ersten Autoreisezuges der Saison auf dem Münchner Ostbahnhof Ende Juni 1959. Der Wagen ist ein MDyg 981, das Auto darin ein Fiat 1900 A. Dieses Bild zeigt das Testobjekt aus der wissenschaftlichen Untersuchungsreihe "Klosettbrillen der Bahn auf dem Prüfstand". In Minden stellte das Bundesbahnversuchsamt im Dezember 1953 mit wissenschaftlicher Genauigkeit fest, dass eine Klosettbrille zwei Millionen Deckelschläge aushält. Auf einem eigens dafür gebauten Prüfgerät wurden die verschiedenen von der Bundesbahn verwendeten Klosett-Deckel und Brillensorten auf ihre Haltbarkeit hin geprüft. 10.000x in der Stunde schlugen dieselben mit "Nerven zerfetzendem Geklapper" auf und zu. Ob dieses Zubehör genau so intensiv geprüft wurde, ist nicht überliefert.
Bundesbahn-Klopapier © Slg. H-J. Krohberger Hier die Umwerflok "Essen 758034" , ehemals 58 1558, bei einer Übung im Jahre 1951.
Modeaufnahme mit E 50 056 und Schaufensterpuppe (1962).
Am 12. Oktober 1954 hat in Mainz ein Zementtransport-LKW vom Zementwerk Mainz-Weisenau an einem KKd 49 angedockt. Nach dem 2. Weltkrieg verblieb eine größere Anzahl Kesselwagen des United States Transportation Corps in Deutschland. Die von der DB übernommenen Wagen wurden als EKW 49 eingereiht. 1953/54 wurden 165 Wagen für den Transport von losem Zement umgebaut und erhielten die Bauartbezeichnung KKd 49. Im November 1954 hatte die Bundesbahn die Vorbereitungen für den so genannten Huckepack-Verkehr so weit abgeschlossen, dass er mit vier Güterzügen auf den Strecken Mühlheim/Ruhr - Hamburg und Frankfurt - Hamburg Anfang Dezember 1954 versuchsweise eingeführt werden konnte. Laut Planung sollten im Huckepack-Verkehr Kraftfahrzeuge, Anhänger und auch ganze Lastzüge des Werkverkehrs, des gewerblichen Güternah- und -fernverkehrs sowie der Bundesbahn befördert werden. Für Größe und Gewicht der Fahrzeuge waren bestimmte Höchstwerte vorgeschrieben. Zur Entlastung des Straßenverkehrs begann am 1. 12. 1954 der erste regelmäßige Huckepack-Verkehr der Deutschen Bundesbahn zwischen Hamburg, dem Ruhrgebiet und Frankfurt. Lastwagen und Anhänger mit Gütern des Autofernverkehrs wurden nun auf Güterwagen der Bundesbahn über Nacht ans Ziel gerollt. Der Fuhrunternehmer brauchte dann mit eigener Kraft an Ort und Stelle den nur noch verhältnismäßig kurzen Weg zum Empfänger der Ladung zurückzulegen. Für die Lastkraftwagenfahrer hatte die Bundesbahn besondere Unterkunftswagen zur Verfügung gestellt, in denen die Fahrer während der Bahnfahrt schlafen, sich waschen und essen können. Fahrkarten waren für die Lkw-Fahrer nicht erforderlich.
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