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Erinnerungen an die DB Teil 4

Bremstender 1951
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Im Jahre 1951 führt die Bundesbahn im Güterbahnhof Braunschweig Versuche mit einem neuen funkgesteuerten Bremswagen durch. Es ist beabsichtigt, diesen Wagen auf allen Gefällebahnhöfen der Bundesrepublik einzusetzen, da er die Sicherheit beim Rangieren erhöht und eine schnellere Abwicklung zulässt. Zunächst wurde nur ein Tender (ex pr 2'2' T21,5) zum funkgesteuerten Bremswagen umgebaut.

Güterwagenumzeichnung 1951
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Die Deutsche Bundesbahn löste 1951 die seit 1924 für Güterwagen-Gattungen bestehenden Gattungsbezirke auf und vergab neue Bauartnummern. So wurde z.B. - hier am 04. August 1951 - aus dem Ommu "Duisburg" der Omm "37". Des Weiteren erhielten die Wagen eine sechsstellige Wagennummer, wobei die erste Ziffer die Gruppennummer darstellte und die übrigen fünf Ziffern nach Alter und Bauart vergeben wurden. Als Eigentumsvermerk wurde zudem statt "DR Brit-US-Zone" bzw. "DR Zone Fr" die Abkürzung DB angebracht. Die Umzeichnung der Wagen erfolgte i. d. R. zu den Revisionsterminen, sodass noch in der zweiten Hälfte der 50er Jahre Wagen mit Zonenbeschriftung angetroffen werden konnten. Eine Ausnahme stellten die Wagen dar, die für den deutsch-französischen Güterwagenpark vorgesehen waren. Sie wurden sofort umgezeichnet und mit der zusätzlichen Aufschrift "EUROP" versehen. Der abgebildete Omm 37 (ein verstärkter Nachbau des Kriegsgüterwagens "Omm Klagenfurt", später Omm 34) wurde von 1948 bis 1952 in 24.500 Exemplaren gebaut, von denen 18.800 Stück in den "EUROP"-Wagenpark eingebracht wurden. Dem EUROP-Abkommen zwischen der Deutschen Bundesbahn und der Französischen Staatsbahn vom 18. April 1951 traten alle übrigen damaligen EG-Staaten sowie die Schweiz, Österreich und Dänemark am 15.3.1953 bei. Die Wagen, die von den beteiligten Verwaltungen in den "EUROP"-Wagenpark eingereiht wurden, durften innerhalb der Mitgliedsstaaten verkehrlich wie eigene behandelt werden, mussten aber auch wie eigene gewartet werden. Erst bei großen Schäden oder bei Fristablauf kehrten sie heim.

Esslingen 1964
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Mit dem Hapag-Schiff "TS Essen" verließ am 31. Oktober 1964 im Hamburger Hafen eine der letzten Neubau-Dampflokomotiven die Bundesrepublik. Die 45 Tonnen schwere und 1.000 PS starke Zahnrad-Güterzuglok "E10 51" (Esslingen 5306) mit der Spurweite 1067 mm war für Sumatra (Indonesien) bestimmt.

Autotransportwagen 1953
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Im April 1953 wurde von der Bundesbahn erstmals ein neuer Spezialwaggon für den Transport von Personenkraftwagen eingesetzt. Zwei aneinander gekuppelte "Loren" von insgesamt 20 Meter Länge transportierten 10 Pkw, von denen fünf auf einem abklappbarem Spezialaufbau Platz fanden. Bis dahin konnten auf zwei gewöhnlichen Güterwaggons nur vier Pkw transportiert werden. Die neuen Autotransportwaggons konnten nun auch über ihre Verkuppelung hinweg beladen werden, was vorher nicht möglich war. Mit dem ersten neuartigen Autotransport vom Werk Rüsselsheim zum Kunden nach München wurden neue Opel-Fahrzeuge (Opel Olympia Modell 1951 - 1953) wesentlich kostengünstiger und sicherer ans Ziel gebracht. 300 Wagen wurden von Dezember 1953 bis März 1954 aus 600 Omm 52 umgebaut und als Off 52 bezeichnet. Zwecks Verlängerung der Ladefläche wurde an beiden Enden jeder Einheit UIC-Einheitsbremserbühnen angebaut. Das Bild zeigt einen Probewagen, der noch die Aufschrift Offmm 52 trug. Ab Mai 1954 wurden die oberen Ladeebenen mit einem Geländer ergänzt. Als mehr und mehr schnelllaufende Autotransportwagen zur Verfügung standen, ließ die DB von 1960 bis 1967 die Off 52 im Omm 52 zurückbauen.

In der für Berlin neuen Beförderungsart von Personen-Kraftwagen auf dem Schienenweg traf am 07. Februar 1955 im Bahnhof Berlin-Grunewald zum ersten Mal ein größerer Transport ein. Es handelte sich um vier Einheiten von Doppelstock-Güterwagen vom Typ Off 52, mit denen insgesamt 32 fabrikneue Pkw's (Opel Olympia Rekord Modell 1955) nach Berlin befördert wurden. Mit dem Transport auf dem Schienenweg konnten gegenüber dem Transport auf Spezial-Lastwagen erhebliche Kosten eingespart werden. Die Fotos zeigen den ersten Pkw-Transport am 07. April 1955 kurz vor dem Entladen

Autotransportwagen
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Autotransportwagen
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Autotransportwagen
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05 003
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Die Verkehrsausstellung des Landes Nordrhein-Westfalen "Schiene und Straße" wurde am 08. September 1951 in Essen eröffnet und endete am 23. September. Diese Leistungsschau zeigte deutlich, dass es dem deutschen Verkehrsgewerbe und der Industrie seit der Währungsreform gelungen war, mit den Anforderungen der modernen Technik und Organisation Schritt zu halten. Als Großaussteller war die Deutsche Bundesbahn vertreten, die etwa ein Fünftel des Ausstellungsgeländes am Grugapark belegt hatte. Unter den Ausstellungsstücken war auch die größte Dampflok der Bundesbahn - 05 003 - mit einer Länge von 26,7 Meter und einem Gewicht von 190 Tonnen zu finden. Sie erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 175 Stundenkilometer. Die großen Räder hatten einen Durchmesser von 230 cm. Die stromlinienverkleidete Lokomotive war 1937 mit Kohlenstaubfeuerung und vorne liegendem Führerstand gebaut worden. 1945 wurde sie "gedreht und mit Rostfeuerung versehen; bereits 1958 wurde sie ausgemustert und verschrottet. Am 09. September posierten 2 Eisenbahner vor der Lokomotive.

Behelfsbahnhof Oldenburg 1960
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Ein Bahnhof im Eisenbahnwaggon hat die Stadt Oldenburg (Holstein). Zuvor verkaufte ein Gastwirt die Fahrkarten - jedoch überstieg diese Arbeit allmählich wohl seine Kräfte. Folglich gab er seine Konzession an die Bundesbahn zurück. Da kein Bahnhofsgebäude vorhanden war, stellte die Bahn als Provisorium einen ausrangierten Personenwaggon ("Bürowagen Hamburg 5404") auf, in dem ein Beamter, man bedenke für eine Stadt wie Oldenburg, den Dienst versah. Das Traurige daran war, dass dieser Zustand noch längere Zeit andauerte, denn die Stadt Oldenburg und die Bundesbahn hatten Probleme, sich über die finanzielle Seite dieser Angelegenheit zu einigen. Das Foto zeigt den "Bahnhof" Oldenburg-Stadt (Holstein) am 21. März 1960.

Sturzlok 1958
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Die Lok 92 585 überfuhr am 19. Mai 1958 beim Zurücksetzen einen Prellbock und stürzte acht Meter tief auf eine Straße des Kasseler Stadtgebiets, wo sie mit dem Fahrwerk nach oben liegen blieb. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei hatten ergeben, dass die Lok ein Haltesignal überfahren hatte und auf ein totes Gleisstück geraten war. Sie konnte vor dem Prellbock nicht mehr abgebremst werden. Die 1911 von Hanomag unter der Fabriknummer 6221 gebaute Maschine (ex pr. T 13) wurde daraufhin abgestellt und am 20. November 1958 ausgemustert.


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Das Foto zeigt den Jubilar Oberlokomotivführer Walter D. im Kreise seiner Kollegen auf der 78 505. Am 06. Oktober 1952 feierte er ein seltenes Doppeljubiläum. Er wurde 1888 geboren und kam genau vor 50 Jahren als 14jähriger zur Reichsbahn. 10 Jahre später - also vor 40 Jahren - erfüllte er sich einen Jugendtraum: er wurde Lokomotivführer. Später avancierte er zum Oberlokomotivführer. Seit 1930 wohnte D., der nun Personenzüge im Nahverkehr führte, in Hamburg.

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