V 200 VW Käfer Bill Haley Rudi Dutschke Petticoat
 

Erinnerungen an die DB Teil 9

E94 269
© Slg. Klaus Wedde
Bild vergrößern

Auf der Strecke Augsburg - München fuhr in der Nacht zum 28. Oktober 1957 ein Güterzug auf einen haltenden Güterzug auf, der wegen eines schadhaften Wagens angehalten worden war. Der Lokomotivführer des aufgefahrenen Zuges sowie die Bewohner eines ehemaligen Bahnwärterhauses, eine Witwe und ihr Sohn, wurden verletzt. Sonst entstand nur Sachschaden. Das Bild zeigt die stark beschädigte Elektrolok E94 269 des aufgefahrenen Güterzuges, die durch die Wucht des Aufpralls aus den Schienen gehoben wurde

T 3
© Slg. Klaus Wedde
Bild vergrößern

Am 7. Juni 1950 wurde die erste seit Ende des Krieges in Westberlin aus einem Wrack aufgebaute Kleinbahnlokomotive von der Tegeler Maschinen- und Gerätebau GmbH dem Verkehr übergeben. Ab da hieß es für die kleine T3-Dampflok Nr. 3 aus dem Jahre 1907 wieder "mit Volldampf voraus". Mit Stolz präsentieren die Fabrikarbeiter den Erfolg ihrer Arbeit.

T 3
© Slg. Klaus Wedde
Bild vergrößern

Durch den äußersten Zipfel des abgelegenen Ortsteils Spandau, zwischen der Schleife, die die Straßenbahn-Linie 54 an ihrer Endstation fuhr, und den Mauern des Johannisstiftes, führte die Eisenbahnstrecke, die zur kürzesten Dampfbahnlinie Berlins geworden war. Diese Eisenbahnlinie fuhr als Zubringer für die Spandauer Wirtschaft (Restbetrieb der Osthavelländischen Kreisbahn). Vorbei geht's an den fasziniert zuschauenden Kindern in der Streitstraße in Berlin - Spandau am 07. Februar 1951.

Dampflok Nr. 1 des Gaswerkes Berlin-Mariendorf
© Slg. Klaus Wedde
Bild vergrößern

Die Dampflok Nr. 1 des Gaswerkes Berlin-Mariendorf, gebaut 1901, präsentiert sich auf diesem Bild in den Fünfzigern. Die 1966 ausgemusterte Lok steht heute im Deutschen Technik Museum Berlin.

Geisterzug
© Slg. Klaus Wedde
Bild vergrößern

Über zehn unbeschrankte Bahnübergänge in der Stadt Kassel rasten am 09. September 1957 sechs Eisenbahnwaggons mit einer Geschwindigkeit von etwa 60 km/h. Schließlich legten die herrenlosen Wagen ein schmiedeeisernes Tor des Henschelwerkes wie ein Stück Papier um und kamen nach Durchstoßen einer Werkhallenwand ineinander geschachtelt und teilweise umgestürzt zum Stehen. Elf Rindviecher und 27 Schweine - alle Insassen des "Geisterzuges" - überlebten das Unglück, ein Ochse wurde getötet. Die sechs Waggons hatten sich während des Rangierens auf einem Ablaufberg in Bewegung gesetzt, da die Bremse des Packwagens das Gewicht der übrigen fünf Güterwagen inkl. "Insassen" nicht halten konnte. Das Foto zeigt den nur aus Wagen bestehenden "Geisterzug" in den Trümmern des Henschel-Gebäudes am 09. September 1957.

Köf-Absturz
© Slg. Klaus Wedde
Bild vergrößern

Ein Schotterzug der Bundesbahn, dessen Bremsen auf einer Gefällstrecke versagten, war am 25. Februar 1958 vor dem Bahnhof in Wittlich (Eifel) über eine sechs Meter hohe Mauer auf den Posthof gestürzt und hatte dabei einen abgestellten leeren Postomnibus zertrümmert. Passanten wurden durch herab fliegende Schotterstücke verletzt.

Bw Hamburg-Altona
© Slg. Klaus Wedde
Bild vergrößern

Im Bild die Dampfloks 38 3579, 38 1609 und 38 1277 während ihrer Sonntagsruhe am 10. Oktober 1954 im Bw Hamburg-Altona.

Bahnsteigsperre
© Slg. Klaus Wedde
Bild vergrößern

Die Bundesbahn hatte nach dem Beispiel der Schweiz, Österreichs und anderer Länder ab 1. Mai 1954 versuchsweise auf einer Reihe von Bahnhöfen in Oberbayern an den vom Münchener Ostbahnhof ausgehenden Strecken die Bahnsteigsperren aufgehoben. Falls der Versuch positiv - ohne Einnahmeverlust durch Schwarzfahrer - ausgehen sollte, plante man diese Regelung später auf ganz Bayern und das Bundesgebiet auszudehnen, wobei jedoch der Ausfall des Bahnsteigkartenverkaufs einen jährlichen Verlust von 2,5 Millionen DM mit sich bringen würde. Das Foto zeigt die nicht mehr besetzte Sperre am Münchener Ostbahnhof, wo ein Plakat auf die neuen Regeln hinwies, zu denen auch noch eine Nachlösegebühr von 50 Pfennig für die im Zug gelösten Fahrkarten gehörte.

Bahnsteigsperre
© Slg. Klaus Wedde
Bild vergrößern

Einen Appell an die Ehrlichkeit ihrer Fahrgäste richtete die Bundesbahn am 6. Januar 1959 in Aachen. Wie auch an verschiedenen anderen Bahnhöfen des Ruhrgebietes wurden während des stärksten Berufsverkehrs die Ausgangssperren nicht besetzt. Einfache Holzkästen mit Hinweisschildern nahmen probeweise für einige Stunden den Platz der Beamten ein. Die Bundesbahn hoffte bei Gelingen des Versuchs Personal einsparen zu können. Ein vor Jahren in Bayern durchgeführter ähnlicher Versuch hatte keinen Erfolg.

Bahnsteigsperre
© Slg. Klaus Wedde
Bild vergrößern

Ab 1966/1967 begann dann die endgültige Abschaffung der Bahnsteigsperren. Am 16. April 1974 wurde die letzte Bahnsteigsperre stillgelegt.

Haus zu Haus
© Slg. Klaus Wedde
Bild vergrößern
Haus zu Haus
© Slg. Klaus Wedde
Bild vergrößern

Die Hauptverwaltung der Bundesbahn in Offenbach am Main machte die Öffentlichkeit am 12. Juli 1950 mit einer neuen Einrichtung bekannt, die es gestattete, mittels Großbehälter Sendungen ohne umzuladen von Haus zu Haus zu befördern. Die vorerst in zwei Typen benutzten pa-Behälter (Eokrt 011 und Ekrt 211) wurden von Spezialwagen der Bundesbahn zur Aufnahme der Güter vor die Haustür des Bestellers gefahren und dort beladen. Von dort ging es zum Güterbahnhof, wo die Großbehälter auf besonders dazu eingerichtete Güterwagen geschoben wurden. Die Entladung erfolgte am Bestimmungsort in umgekehrter Reihenfolge. Die Eisenbahnwagen wurden aus ausgebrannten Waggonskeletten hergestellt. Ab 12. Juli 1950 rollten auch zwei Werbe-Behälterzüge durch die Bundesrepublik. Relativ kurzfristig sollten weitere tausend Behälter zur allgemeinen Benutzung bereitstehen.

Haus zu Haus
© Slg. Klaus Wedde
Bild vergrößern

Die fortschrittliche Bundesbahn schaffte für Industrie und Handel 1950 wieder eine zweckmäßige Neuerung. Der Großbehälter "Von Haus zu Haus" fasste 5 Tonnen und konnte für empfindliche Güter geschlossen oder als offener Behälter verwendet werden. Die Ladegüter wurden nicht mehr ein- und ausgepackt, sondern kamen auf dem sichersten Wege vom Produzenten direkt an den Verbraucher oder Großhändler. Interessant war noch, dass die Bundesbahn für dieses Verfahren keinerlei Sondergebühren erhob, sondern lediglich bei der Zugrundelegung des Transportpreises die allgemeinen Bestimmungen über das Gewicht von Frachtstücken zugrunde legte. Das Foto zeigt die Präsentation der neuen Transporteinrichtung in Hamburg am 19. Juli 1950. Die Behältertragwagen entstanden 1948/49 als Umbauten aus kriegsbeschädigten gedeckten und offenen Güterwagen. Auf dem Bild ist ein ab 1951 als BThs 30 bezeichneter Wagen zu sehen, der als BTh "Offenbach" noch die Versuchswagennummer 229 trägt; er wurde aus einem Gmh "Bremen" (ab 1951 Gmhs 30) umgebaut.

Haus zu Haus
© Slg. Klaus Wedde
Bild vergrößern

Unter dem Moto "Von Haus zu Haus" lieferte die Deutsche Bundesbahn seit Jahren nicht nur Koks, Kohlen und sonstige Güter in Spezialbehältern bis ins Haus, sondern ab 1959 auch noch Bier. Spezialbehälter vom Typ Ddikr 622, die etwa 3.500 Liter fassten, wurden in der Brauerei abgefüllt, von dafür eingerichteten Lastwagen abgeholt und auf Spezialgüterwagen verladen. Das Bier war in den Behältern, die isolierte Doppelwände hatten, selbst nach langem Transport frisch und wohltemperiert wie in der Brauerei. Das Foto zeigt die Präsentation der neuen Transporteinrichtung in Niedernhausen im Taunus am 17. April 1959. Bei dem Wagen handelt es sich um einen der ab 1955 gebauten BTms 55.

Downloads
Eisenbahn / Eisenbahn
Marshallplan Marshallplan und DB
Neue Gattungsbezirke Neue Gattungsbezirke
Die Behelfspackwagen der DB Die Behelfspackwagen der DB
Bahnhof Löhne Der Bahnhof Löhne
Bahnhof Heidelberg Der Bahnhof Heidelberg
Trümmerstrassenbahn Trümmer-
strassenbahn

Die letzte S-Bahn nach Teltow Die letzte S-Bahn nach Teltow
Erinnerungen an die DB Erinnerungen an die DB
Schienenbus Schienenbus
& Ferkeltaxe

ETA 150 Akkutriebwagen
VT 08 Der VT 08
65.10 Die 65.10 der DR
65 DB Die 65 der DB
66 Die 66
Köf 3 Die Köf 3
V 36 Die V 36
V 65 Die V 65
V 80 Die V 80
V 100 Die V 100 der DB
V 100 Die V 100 der DR
V 160 Die V 160
V 200 Die V 200
V 320 Die V 320
E 03 Die E 03 aus der Vorserie
E 10 Die E 10 aus der Vorserie
Domecars Domecars
Bilder Bilder
Bildindex Bildindex
Strassenverkehr / Straßenverkehr
Kunst und Kultur / Kunst und Kultur
Zeitgeschichte / Zeitgeschichte
Alltag / Alltag
© Das Epoche-3 Team Netzmeister