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Der Bahnhof Löhne/WestfalenDer Bahnhof Löhne/Westfalen verdankt seine Bedeutung der Kreuzung zweier wichtiger Eisenbahnstrecken. Hier treffen sich die Verbindungen von Köln nach Minden (und weiter nach Hannover) und von Osnabrück nach Hameln (und weiter nach Elze). Nach der Teilung Deutschlands verlor letztere Strecke allerdings an Bedeutung; der eiserne Vorhang hinterließ auch im Löhner Bahnhof seine Spuren, das Vehrkehrsaufkommen sank deutlich. Von Niedergang zu sprechen, ist an dieser Stelle allerdings verfrüht. Durch Löhne fuhren weit mehr als 200 Züge pro Tag. ![]() Stark vereinfachte Prinzipskizze des Gleisplanes. Die Einfädelung der Osnabrück-Hamelner Strecke erfolgt kreuzungsfrei mittels Unterführungen. Der Personenbahnhof 1950 hielten immerhin 30 D-Züge in Löhne. Allerdings verschoben sich die Prioritäten in Löhne zugunsten der Eilzüge, 1960 gab es dann nur noch 5 haltende D-Züge. Der Löhner an sich war offenbar sparsam und benutzte die günstigeren Eilzüge, die von Löhne aus direkte Verbindungen beispielsweise nach Köln, Hamburg Braunschweig oder Amsterdam boten. 1967/1968 hatte sich die Zahl der haltenden D-Züge weiter auf 3 reduziert, allerdings gab es bis 1970 eine direkte Verbindung nach Moskau. Von den fünf Mittelbahnsteigen mußte der mittlere der ab 1966 beginnenden Elektrifizierung weichen. Hier steht jetzt eine Reihe Oberleitungsmasten. ![]() © Wolfgang Neumann Der Personenbahnhof vor der bis 1968 abgeschlossenen Elektrifizierung. Im "Großstadtbahnhof auf dem Land" bestimmen noch Dampflokomotiven und ein "Eierkopf" das Bild. Bild vergrößern Der Rangierbahnhof Löhne besaß in der Epoche 3 die umfangreichsten Rangieranlagen in Ostwestfalen-Lippe. Hier wurden Güterzüge des Fernverkehrs neu zusammengestellt. Große Teile des ostwestfälischen Raumes bediente man von hier aus mit der Zustellung und Abholung von Waggons. Beispielhaft sei die Düngemittelfabrik Stodiek in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes genannt, die für einen nicht unbeträchtlichen Beitrag zum täglichen Wagenaufkommen sorgte. Die notwendige Erneuerung der Infrastruktur nach dem zweiten Weltkrieg bescherte Löhne 1956 eine neue Drehscheibe mit 23m Durchmesser, sodass alle Lokomotiven gewendet werden konnten. Die Bekohlung verrichtete bis Ende der sechziger Jahre ein Fuchs-Bagger mit hochgesetztem Führerhaus und ein kleiner stationärer Bekohlungskran. Im Zuge der Elektrifizierung der Strecke Hamm-Minden-Hannover wurden in Löhne einige Spurplanveränderungen vorgenommen. Die Gütergleise passte man den neuen Erfordernissen an. Da E-Loks wesentlich längere Güterzüge ziehen konnten als Dampfloks, mußte die Nutzlänge der Gleise entsprechend erhöht werden. Mit der Oberleitung wuchs die Eisenbahn in die Höhe, Brücken wurden angehoben oder Gleise abgesenkt. Auch Doppelkreuzungsweichen verschwanden soweit wie möglich aus dem Gleisplan. Sie waren zwar platzsparend, aufgrund ihrer komplizierten Konstruktion aber erheblich aufwändiger im Unterhalt als einfache Weichen. Außerdem konnte eine höhere zulässige Durchfahrtgeschwindigkeit durch den Verzicht auf doppelte Kreuzungsweichen realisiert werden. Wer sich näher mit dem Löhner Bahnhof beschäftigen möchte, dem sei an dieser Stelle das Buch
Eine kleine Bildergalerie gibt es → hier auf unseren Seiten Weiterführende Links: Christian Sender |
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