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Marshallplan und BundesbahnNachkriegszeit. In Deutschland waren etwa 20 % der Wohnungen und der Industriebetriebe sowie 50 % der Verkehrswege zerstört, die Wirtschaft lag am Boden. Auch in anderen europäischen Ländern war die wirtschaftliche Lage desolat. Das Zahlungsbilanzdefizit der europäischen Länder gegenüber den USA belief sich auf ca. 14 Mrd. US-$. Den Vereinigten Staaten war jedoch an einem wirtschaftlich starken und politisch stabilen Europa als Handelspartner gelegen. Am 05.06.1947 legte der US-Außenminister und spätere Friedensnobelpreisträger George C. Marshall in einer Rede an der Harvard University den Grundstein für das Europäische Wiederaufbauprogramm (European Recovery Program - ERP). In Folge des nach ihm benannten Marshallplans erhielten ab 1948 westeuropäische Länder - den Ländern in ihrem Machtbereich hatte die UdSSR die Teilnahme untersagt - als Wirtschaftshilfe Kredite in Höhe von ca. 12,4 Mrd. US-$ (heutiger Wert rd. 90 Mrd.), wobei der deutsche Anteil etwa 1,4 Mrd. betrug. ![]() George C. Marshall ![]() Marshallplanplakat Von diesen Geldern profitierte auch die unter extremem Wagenmangel leidende Reichsbahn in der Bi-Zone ("DR Brit.-US-Zone"). Im Ausland konnten mehrere Tausend Güterwagen erworben werden, darunter 1.400 Gm und 930 Gms 39 "Bremen" und 1.150 Omm 39 "Duisburg" in der Tschechoslowakei und 1.200 Omm 29 "Duisburg" in Belgien. Angesichts der enormen Kriegsverluste -reichlich 500.000 Güterwagen- zwar nur "ein Tropfen auf dem heißen Stein", aber dennoch eine wichtige Hilfe beim Wiederaufbau. Weiterführende Links: →
Wochenschaubericht über den Erwerb der Gm(s) 39
(Suchbegriffe: Güterwagen Marshall) Hans-Joachim Krohberger |
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