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MotorrollerHeinkel Tourist 175 (102 - A1)
![]() © Michael Neuhauss, Foto aus dem Museum für Verkehr und Technik in Berlin
In einem Motorenwerk in Stuttgart-Zuffenhausen, wo bis 1945 neben Otto-Motoren auch Flugzeug-Strahltriebwerke hergestellt wurden, nahm 1953 der Flugzeugbauer Ernst Heinkel den Bau des Heinkel Tourist auf. Im Unterschied zu vielen Konkurrenzmodellen kam Heinkel mit einem bis ins Detail erprobten Viertakt-Roller auf den Markt. Die ständig wachsende Nachfrage machte 1954 die Gründung eines neuen Heinkel-Werkes in Karlsruhe notwendig. Dort lief die Produktion bis August 1965.
![]() © Michael Neuhauss, Foto aus dem Museum für Verkehr und Technik in Berlin Der rheinische Zweiradfabrikant Jakob Oswald Hoffmann nahm im März1950 in Lintorf bei Düsseldorf die Lizenzfertigung der Vespa auf. Hoffmann hatte sich zum Ziel gesetzt, "die Vorherrschaft des Fahrrades als Massenverkehrsmittel zu brechen." Die "Hoffmann-Vespa" wurde auf dem Gelände eines ehemaligen Mannesmann-Röhrenwerks gebaut. 1951 produzierten 850 Mitarbeiter über 12.000 Motorroller. Gern hätte man die Fertigung weiter ausgedehnt, doch es herrschten weltweit Energie- und Rohstoffmangel - eine Folge des Korea-Krieges. Zündapp Bella R 201
![]() © Michael Neuhauss, Foto aus dem Museum für Verkehr und Technik in Berlin Heute beherrschen italienische und asiatische Hersteller den deutschen Markt für Motorroller. Längst ist in Vergessenheit geraten, daß das Nürnberger Zweiradunternehmen Zündapp in den fünfziger Jahren zu den erfolgreichsten Anbietern von Motorrollern zählte. Die Zündapp Bella galt in der damaligen Zeit als einer der technisch fortschrittlichsten Roller aller motorradbauenden Länder.
![]() © Michael Neuhauss, Foto aus dem Museum für Verkehr und Technik in Berlin Fast ein Jahrzehnt lief die Zündapp Bella in den Zündapp-Werken vom Band. Sie wurde nicht vom Urrollertyp einer Vespa her entwickelt. Vielmehr entstammt sie einer direkten Linie aus der Motorradentwicklung des großen traditionsreichen Unternehmens. Aus der Taufe gehoben wurde sie 1952 in Nürnberg; beendet hat sie ihre Erfolgskarriere im Zweigwerk München. Der Landmaschinenfabikant Hans Glas fing 1951 zusammen mit seinem Sohn Andreas an, Motorroller zu bauen. Entstanden war die Idee nach einem Besuch von Andreas Glas in Verona auf einer Landmaschinenausstellung, wo auch Lamberetta und Vespa vertreten waren und ihre Roller ausstellten. Glas junior legte zusammen mit seinem Vater schnell das Konzept der ersten eigenen Rollerkonstruktion aus Deutschland fest. ![]() © Michael Neuhauss Der Motor wurde nicht selbst entwickelt, er wurde bei ILO in Pinneberg eingekauft. Man konnte zwischen den 125, 150 und 200 cm3 wählen. Die Luxusvariante hatte Ende 1954 schon einen elektrischen Starter und 10-Zoll- Räder. Auch Seitenwagen standen zur Auswahl. In diversen Ausführungen - unter anderem auch als Lastenroller - wurden bis Ende 1956 über 60.000 Fahrzeuge gebaut, andere Quellen geben die Stückzahl mit knapp 47000 an. Danach stieg Glas auf den Autobau (Goggomobil) um. Technische Daten der Goggo-Roller:
Michael Neuhauss |
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