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Die V 100 der DRAnfang 1959 hatte die Deutsche Reichsbahn die 600 PS starke Rangierlokomotive die Rangierlok V 60 übernommen und bekam Ende 1959 mit der V 180 001 (B'B') das Baumuster der ersten Großdiesellokomotive mit 2 x 900 PS Motorleistung. ![]() © Fotograf Sammlung Wohllebe Mit freundlicher Genehmigung von Dieter Römhild www.v100-online.de V 100 001 am 01.08.1965 in Halle Bild vergrößern Anfang der sechziger Jahre begannen dann die Entwicklungsarbeiten für eine Nebenbahnlokomotive, an denen das Institut für Schienenfahrzeuge Berlin-Adlershof, der VEB Lokomotivbau-Elektrotechnische Werke Hennigsdorf und der VEB Lokomotivbau "Karl Marx" Babelsberg beteiligt waren. Grundlage der Lieferung waren die Technischen Bedingungen, die auf Basis des von der Deutschen Reichsbahn erarbeiteten Pflichtenhefts zwischen DR und Hersteller festgelegt waren. Im Hinblick auf eine effektive Unterhaltung und Erhaltung fanden bei der neuen Lokomotive weitgehend Baugruppen Verwendung, die sich in den Baureihen V 60 und V 180 bewährt hatten. Der Verwendungszweck der Lokomotive war folgendermaßen definiert: "Die Diesellokomotive V 100 ist als Mehrzwecklokomotive für den Einsatz im Reise-, Güterzug- und Rangierdienst geeignet. Leistung und Kraftübertragung sind so abgestimmt, daß dieser Einsatz ohne Änderungen an der Lokomotive möglich ist. Eine mechanische Umschaltvorrichtung gestattet die wahlweise Benutzung eines Langsamfahrganges oder eines Schnellfahrganges." Die konstruktive Gestaltung der Lokomotive mit dem Pflichtenheft und den Technischen Bedingungen zu einem großen Teil schon vorgegeben: Eine Radsatzfahrmasse von 15 t, Einmannbedienung, gute Sichtmöglichkeiten für den Lokführer bei Rangier- und Streckenfahrten, Einmaschinenanlage mit hydrodynamischer Kraftübertragung sowie Einsatz im Wendezugbetrieb und mit Vielfachsteuerung waren gefordert. Die Aufbauten selbst haben keine tragende Funktion. Sie dienen als Witterungsschutz und zur Senkung des Geräuschpegels. Im vorderen Vorbau sind der Dieselmotor und die Kühlanlage untergebracht. Alle Aggregate sind durch Seitentüren und eine abnehmbare Dachhaube zugänglich. Der Kühlervorbau besitzt eine Stirnwandtür für den Zugang zu den Lüftermotoren. In den Seitentüren des Kühlervorbaus befinden sich die Luftfilter. Der hintere Vorbau umschließt den Heizkessel, der den Dampf für die Zugheizung liefert. Das Führerhaus der Lokomotive ist für Einmannbedienung ausgelegt und besitzt jeweils in Fahrtrichtung rechts einen Führerstand mit verstellbarem Sitz und auf der jeweils linken Seite einen weiteren Sitz. Nach den ersten 3 Prototypen kam eine weitere "Vorauslok" (V 100 003) und schließlich wurde die erste Serie (V 100 004 bis V 100 043) im Jahr 1966 ausgeliefert. Weitere Maschinen wurden - in der Zwischenzeit verbessert- ab 1968 ausgeliefert. Die Serienmaschinen hatten einen 12 Zylinder-Dieselmotor mit 1000 PS, im Gegensatz zur V 100 001 mit 900 PS. Technische Daten der V100 der DR
Michael Neuhauß |
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